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Webdesign

Website Relaunch Guide: Schritt für Schritt

Alles, was du für einen erfolgreichen Website-Relaunch brauchst – von der Planung bis zum Go-Live.

Website Relaunch Guide: Schritt für Schritt

Schritte im Überblick

1
Ist-Analyse: Rankings, Traffic-Quellen und Nutzungsverhalten der bestehenden Website dokumentieren
2
Zieldefinition: Messbare KPIs festlegen (Leads, Rankings, Conversion Rate) als Projektanker
3
URL-Mapping & Informationsarchitektur: Jede bestehende URL erfassen, neue Struktur ableiten, 301-Redirects planen
4
Wireframes mit echten Nutzern testen – kein Design starten, bevor die Navigation validiert ist
5
Visuelles Design auf Basis eines vollständigen Design Systems entwickeln (Farben, Typo, Grid, Komponenten)
6
Entwicklung auf Staging: Schema.org-Markup, Formulare, Performance und Barrierefreiheit integrieren
7
SEO-Migration durchführen: Redirects setzen, Sitemap einreichen, Search Console überwachen
8
Go-Live an einem Dienstagvormittag; 72-Stunden-Monitoring, dann 30-Tage-Review

Dein Website Relaunch – richtig geplant, sauber umgesetzt

Ein Website-Relaunch ist eines der riskantesten digitalen Projekte, die ein Unternehmen angehen kann – wenn er schlecht geplant wird. Rankings brechen ein, Nutzer finden sich nicht mehr zurecht, Leads bleiben aus. Gleichzeitig ist ein gut durchgeführter Relaunch die größte Wachstumschance deiner digitalen Präsenz.

Dieser Guide begleitet dich durch alle sieben Phasen – von der ersten Analyse bis zum Monitoring nach dem Go-Live.

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Phase 1: Ist-Analyse & Zieldefinition

Bevor auch nur ein Pixel neu gesetzt wird, musst du verstehen, was du hast und was du willst. Exportiere alle aktuellen Rankings aus der Google Search Console (mind. 12 Monate rückwirkend). Notiere, welche Seiten organischen Traffic liefern – diese URLs haben Priorität beim Erhalt der Linkstruktur. Analysiere mit Hotjar oder Microsoft Clarity, wo Nutzer abspringen und wo sie klicken. Befrage 5–10 bestehende Kunden: Was haben sie gesucht, als sie dich gefunden haben? Was hat sie überzeugt? Was fehlte ihnen?

Definiere anschließend messbare Ziele: nicht "mehr Leads", sondern "20 % mehr Anfragen über das Kontaktformular in Quartal 1 nach Relaunch". Diese Ziele steuern jede spätere Entscheidung.

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Phase 2: Informationsarchitektur & Wireframes

Die Struktur deiner neuen Website entscheidet, ob Google sie versteht und ob Besucher sich zurechtfinden. Erstelle eine URL-Mapping-Tabelle: Alte URL → Neue URL → 301-Redirect (oder "entfällt"). Jede Seite mit mehr als 50 organischen Klicks pro Monat braucht entweder eine neue Heimat oder einen sauberen Redirect.

Skizziere die neue Seitenstruktur als Baumdiagramm, bevor du wireframest. Jede wichtige Leistung gehört auf eine eigene Unterseite – keine Keyword-Kannibalisierung zwischen Geschwisterseiten. Wireframes validierst du nicht im Team, sondern mit echten Nutzern: Zeig drei Testpersonen aus deiner Zielgruppe den Wireframe und bitte sie, eine typische Aufgabe (z. B. "Finde heraus, was ein Projekt mit euch kostet") ohne Anleitung zu lösen.

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Phase 3: Visuelles Design

Das Design folgt der Strategie, nicht umgekehrt. Lege zunächst ein Design System fest: Farbpalette (max. 3 Kernfarben + Neutraltöne), Typografie-Hierarchie (Headline, Subheadline, Body, Caption), Abstands-Grid und Komponenten-Bibliothek. Arbeite mit echten Inhalten – Blindtext produziert falsche Designentscheidungen.

Prüfe jeden Entwurf gegen WCAG 2.1 AA: Kontrastverhältnis min. 4,5:1 für Fließtext, 3:1 für große Schrift und UI-Elemente. Teste das Design auf dem Smartphone deines wichtigsten Kunden-Segments, nicht nur auf dem neuesten iPhone.

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Phase 4: Entwicklung & Content-Einpflege

Entwickle auf einem Staging-System mit Passwortschutz – nie auf der Live-Domain. Richte von Anfang an strukturierte Daten (Schema.org) für deine wichtigsten Inhaltstypen ein: Organization, LocalBusiness, FAQPage, BreadcrumbList. Das gibt dir einen Vorteil in den SERPs, bevor du ihn dir erarbeitet hast.

Für den Content gilt: Texte, die auf der alten Seite Traffic gebracht haben, werden überarbeitet, nicht gelöscht. Neue Texte werden nach dem Hub-and-Spoke-Prinzip strukturiert – eine starke Pillar-Page pro Thema, mehrere verlinkte Cluster-Seiten für spezifische Unterthemen.

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Phase 5: Testing & QA

Führe vor dem Launch einen strukturierten QA-Durchlauf durch. Teste jeden Formulartyp mit echten Daten und prüfe, ob die E-Mail-Benachrichtigungen ankommen, die Daten korrekt gespeichert werden und die Danke-Seite (Conversion-Tracking!) korrekt lädt. Teste alle interaktiven Elemente auf iOS Safari, Android Chrome, Firefox und Edge. Nutze Googles PageSpeed Insights für mobile und desktop – Core Web Vitals müssen grün sein.

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Phase 6: SEO-Migration

Das ist die kritischste Phase. Führe alle 301-Redirects in einer .htaccess-Datei (Apache) oder in deiner Next.js/Vercel-Konfiguration zusammen. Reiche die neue XML-Sitemap sofort nach Go-Live in der Google Search Console ein und fordere manuell ein Re-Crawl der wichtigsten URLs an. Behalte Google Search Console und dein Analytics-Tool in den ersten 72 Stunden nach Launch stündlich im Blick. Brichst du mehr als 20 % des organischen Traffics gegenüber der Vorwoche ein und steigt die Crawl-Fehler-Rate, rollst du zurück.

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Phase 7: Go-Live & Monitoring

Wähle den Launch-Zeitpunkt mit Bedacht: Dienstagvormittag ist ideal – drei Werktage Puffer vor dem Wochenende, falls etwas schiefgeht. Kommuniziere den Relaunch aktiv: E-Mail an Bestandskunden, Social-Media-Post, ggf. Pressemitteilung. Richte dir ein Dashboard in Google Looker Studio ein, das Impressions, Klicks, Conversion Rate und Core Web Vitals in einer Ansicht zeigt. Plane einen 30-Tage-Review-Termin ein, an dem du die Zielerreichung aus Phase 1 gegen die Realität prüfst.

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