Inklusion trifft Algorithmus
Wenn Unternehmen den Begriff "Barrierefreiheit" hören, denken sie meist an gesetzliche Vorgaben für Behörden oder den European Accessibility Act. Die Realität abseits der Gesetzgebung ist jedoch: Google liebt barrierefreie Websites aus technischer Überzeugung.
Ein blinder Nutzer, der eine Website über einen Screen-Reader ausliest, bedient sich einer ganz ähnlichen maschinellen Logik wie der Google Bot, der Ihre Seite durchsucht. Wenn Ihre Website für assistive Technologien unlesbar ist, ist sie es für Google in weiten Teilen auch.
Die harten Metriken der Accessibility
Es sind oft grundlegende Fehler im Webdesign, die Inklusion verhindern und gleichzeitig Suchmaschinenoptimierung Grundlagen torpedieren: - Fehlende Alt-Texte: Ein Bild ohne Alt-Text ist für einen Screen-Reader unsichtbar – und für die Google Bildersuche wertlos. - Mangelnde Farbkontraste: Ein grauer Text auf hellgrauem Grund sieht ästhetisch vielleicht "clean" aus. Für Nutzer mit Sehschwäche oder jemanden, der im Sommer draußen auf sein Handy schaut, ist er jedoch nicht entzifferbar. Das treibt die Absprungrate hoch. - Keyboard-Fokus: Kann Ihre Website komplett ohne Maus, nur mit der Tab-Taste bedient werden? Wenn Dropdowns oder Popups sich per Tastatur nicht schließen lassen, sitzen Nutzer in der Falle.
Conversion-orientiertes Webdesign ist barrierefrei
Letztendlich geht es bei Conversion-orientiertes Webdesign genau darum: Jede erdenkliche Hürde (Friction) für den Nutzer aus dem Weg zu räumen. Barrierefreiheit ist die ultimative Form der Usability. Wer große Klick-Flächen, exzellente Lesbarkeit und klare, logische Überschriften-Hierarchien etabliert, macht nicht nur 15 Prozent der Bevölkerung das Leben leichter, sondern optimiert radikal die User Experience für 100 Prozent seiner Besucher.