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Webdesign

UX-Testing mit kleinen Budgets: Wie Sie herausfinden, warum Ihre Seite nicht verkauft

Sie brauchen kein 20.000-Euro-Usability-Labor. Pragmatische Wege, um Usability-Flaschenhälse aufzudecken und die User Experience massiv zu steigern.

Andreas Richling
Andreas Richling
2. Juli 20264 Min. Lesezeit
UX-Testing mit kleinen Budgets: Wie Sie herausfinden, warum Ihre Seite nicht verkauft

Blindfluß durch Google Analytics

"Die Bounce-Rate (Absprungrate) auf der Landingpage liegt bei 75%." – Das ist eine fantastische Information aus Ihrem Analysetool. Leider verrät Ihnen diese Zahl nur genau das *Was*, aber niemals das *Warum*.

Warum gehen die Nutzer? Ist der Preis zu hoch? Lädt das Button-Element zu langsam? Ist die Formulierung im Text missverständlich? Wer Conversion-orientiertes Webdesign ernst nimmt, darf sich nicht auf Annahmen verlassen. Er muss User Experience Testing (UX-Testing) betreiben. Und das muss nicht teuer sein.


Aufzeichnungen des Bildschirms (Session Recordings)

Datenschutzkonforme Tools wie Hotjar oder Microsoft Clarity sind echte Geheimwaffen. Sie zeichnen die Mausbewegungen und Klicks Ihrer tatsächlichen Besucher anonymisiert auf.

Wenn Sie sich 50 solcher Sessions auf einer problematischen Landingpage ansehen, erleben Sie meist mehrere "Aha!"-Momente. Vielleicht versuchen Nutzer permanent auf ein Bild zu klicken, das gar nicht verlinkt ist. Oder Sie sehen, wie sie hektisch nach oben und unten scrollen, weil sie den Versand-Preis oder den Kontakt-Button nicht finden. Solche Beobachtungen schlagen das Bauchgefühl des Geschäftsführers jedes Mal.


Das 5-Minuten Korridor-Testing

Das günstigste Usability Labor der Welt steht in Ihrem Nachbarbüro oder Lieblingscafé. Schnappen Sie sich jemanden, der Ihr Firmenprodukt absolut nicht kennt. Zeigen Sie ihm Ihre Unternehmenswebsite für exakt fünf Sekunden und klappen Sie den Laptop zu. Fragen Sie: "Was macht diese Firma?"

Wenn der Proband es nicht weiß, ist Ihre Startseite zu verschachtelt. Im zweiten Schritt geben Sie ihm eine konkrete Aufgabe: "Versuche herauszufinden, ob wir API-Schnittstellen für Shopsyteme anbieten, und schreibe mir eine Anfrage über das Formular." Beobachten Sie einfach, wo die Person hängen bleibt. Sie dürfen nicht helfen. Die Reibungspunkte, die ein Laie hier in zehn Minuten aufdeckt, sind oft genau die Hürden, die Sie täglich Leads kosten.

Andreas Richling
Andreas Richling

Gründer & CEO

Gründer von atondix mit Leidenschaft für Premium-Webdesign und digitale Strategie. Bringt über 5 Jahre Erfahrung in Webentwicklung und Design mit.